Bloggen wirkt. Manchmal. Nicht ganz ohne Stolz kann ich heute darauf hinweisen, dass mein Beitrag über die nicht eben gelungenen Internetseiten zum Kulturhauptstadtjahr 2010 in Bochum den Anfang einer Erfolgsgeschichte markiert. Auch wenn es sich in einer ersten Reaktion der Stadt auf meine Kritik via Ruhrnachrichten zunächst nicht so anhörte, als habe man dort Bedeutung einer unzureichenden Präsentation der Bochumer Ruhr2010-Beiträge im Internet wirklich verstanden, hatte dort bereits ein Umdenken begonnen.
Die nach meinem Beitrag gestarteten Bemühungen meines Freundes Carsten Köchel, Geschäftsführer der Bochumer Agentur COMKOM, den Seiten der Stadt notfalls eine private …
Gestern war ich im Rathaus, um für das Volksbegehren für gute Schulen dem Bürgermeister die ersten
Am kommenden Dienstag, 16. Februar 2010 beginnt um 19.00 Uhr im Rathaus Varel eine vermutlich äußerst
Seit Monaten trage ich mich mit dem Gedanken, die Vareler Geschichten aus meiner Werkstatt für Netzkommunikation teilweise
Lokal geht es hier ja gerade etwas monothematisch zu. Statt sich in die Zukunft zu wenden, gibt es für Varel derzeit leider
Die Nordwest-Zeitung (NWZ) ist ein Phänomen. Während die Auflagen von Tageszeitungen deutschlandweit in existenzbedrohender Geschwindigkeit einbrechen – bestes Beispiel ist da wohl die sich wenig erfolgreich abstrampelnde WAZ-Gruppe – sind die Verkäufe der NWZ stabil bzw. steigen sogar leicht an.
Das wirft natürlich Fragen nach den Gründen auf. Aus Kreisen der NWZ wird man auf den erfolgreichen Vertrieb hingewiesen. Offenbar gelingt es den Oldenburgern deutlich besser als anderen Häusern, wirklich jeden Mitarbeiter zum “Abo-Verkäufer” zu machen. Das gilt bis weit in die Redaktionen hinein.
Des weiteren ist Oldenburg und das Umland ein demographisches Paradies. Die Bevölkerung der Stadt wächst – und zwar nicht zuletzt durch Zuzug älterer, gut situierter Menschen. Menschen also, die typischerweise (noch) Zeitung lesen. Im ländlichen Umland sieht die Bevölkerungsentwicklung zwar nicht überall ganz so rosig aus, doch ist hier die Loyalität zu einem Medium natürlich ungleich höher ausgeprägt, als in Ballungszentren.
Bei der taz hat man nun 11 weitere Gründe aufgeschrieben, die das “Meinungsmonopol” der NWZ und damit die Auflage sichern sollen.
In manchem Punkt der taz steckt ohne Frage ein Körnchen Wahrheit drin. Bei anderen – etwa der Rabattkarte – kann man trefflich streiten, ob das für ein Zeitungshaus so in Ordnung geht. Einige Vorhaltungen schließlich sind reichlich weit her geholt.
Ich will hier keinesfalls eine Lanze für die NWZ brechen, sondern nur auf einige Unstimmigkeiten hinweisen.
Zunächst einmal ist ja fraglich, ob zwischen Meinungsmonopol und Auflage überhaupt ein Zusammenhang besteht. Der WAZ-Gruppe – Zeitungsmonopolist bspw. in Essen – scheint das nur wenig zu helfen.
Dann zum Thema Internet. Der Auftritt der NWZ ist sicher nicht der letzte Schrei, ich würde vieles anders machen. Dass die NWZ nicht nach außen verlinkt, stimmt aber so pauschal eher nicht. Ebenso wenig ist es richtig, das NWZ kein Konzept für junge Leser habe. Dass eher das Gegenteil der Fall ist, schreibt die taz – Stichwort Flirtportal – ja sogar selbst. Das mag der taz inhaltlich nicht gefallen. Aber ein Erfolgsmodell ist es schon. Genauso wie die Abos für Ausbildende.
Zum Verhältnis der NWZ zum Oldenburger Oberbürgermeister vermag ich nicht viel zu sagen. Den Teil der NWZ lese ich nicht. Andernorts – in Varel im Fall Funke (gegen die SPD) und in Brake im Fall Schiefke (tendenziell gegen die CDU) – entwickeln die Lokalteile in jüngster Zeit fast so etwas wie Kampagnenfähigkeit.
Der Text der taz sei trotz dieser Anmerkungen jedem Leser der NWZ ans Herz gelegt. Kritische Distanz und eine zweite Sicht auf die Dinge sind gerade bei Zeitungsmonopolen von Zeit zu Zeit sehr heilsam.
Übrigens: Wenn die NWZ eine richtig coole Zeitung wäre, könnte sie auf die Kritik ja mal mit breiter Brust reagieren. Wie wäre es, den Text prominent – und bitte gegen Honarar ;) – ins eigene Blatt zu heben und sich mit der Kritik auseinanderzusetzen. Oder steckt dafür dann doch zu viel Wahrheit drin?
Eines der Themen, dem ich gerne mehr Aufmerksamkeit widmen würde, ist die (Web 2.0-)Kommunikation mit Mitarbeitern und solchen, die es werden könnten.
Ich bin überzeugt, dass die breitere Nutzung des Internets, die Bedeutung institutionalisierter Kommunikation – wie Werbung und PR – tendenziell in den Hintergrund drängen wird. Erfolg wird für viele Unternehmen von einem guten Produkt und Mitarbeitern abhängen, die dessen Qualität erfahrbar machen. Das gilt von der Produktentwicklung …„Seminar: HR Communications und Web 2.0” weiterlesen…
Der Blogger Markus Bertling hat uns heute auf ein Plakat aufmerksam gemacht, dass am Sonntag in der NDR-Sendung Extra3 gezeigt wurde und seitdem im Blog der Sendung abrufbar ist.
Das Extra3-Plakat ist eine vermutlich eher unvollständige Karte deutscher Schulen, die nach bekennenden Unterstützern des nationalsozialistischen Regimes von Adolf Hitler benannt sind. Eine betroffene Schule ist die Realschule Agnes-Miegel-Schule in Wilhelmshaven.
Auf der Homepage der Schule heißt es über die Namensgeberin Agnes Miegel, sie sei eine Dichterin mit ungewöhnlich großer Begabung gewesen. Weiter liest man einiges über Karriere, über Auszeichnungen und ihren Lebensabend in der Gemeinde Bad Nenndorf, deren Ehrenbürgerin sie ist. Über die Zeit des Nationalsozialismus erfährt man lediglich etwas über ihre Flucht aus Königsberg und den Aufenthalt in einem Flüchtlingslager in Dänemark.
Auf dem Plaket von Extra3 heißt es über Agnes Miegel hingegen:
“NS-Dichterin, Mitglied in der NSDAP, bekennende Verehrerin Hitlers. Schrieb u.a. die “Ode an den Führer”, unterzeichnete das “Gelöbnis treuester Gefolgschaft” für Hitler.”
Quelle: Extra3
Das deckt sich mit den Ausführungen in der Wikipedia, auf die auch von den Seiten der Agnes-Miegel-Schule verwiesen wird.
In einer Biographie der Agnes-Miegel-Gesellschaft …„Problematische Schulnamen bei Extra3: Wilhelmshaven ist betroffen” weiterlesen…
Hinweis: Der CvD des Westens, Andreas Fettig erläutert hier und an anderer Stelle per Kommentar seine Sicht der gestrigen Versammlung. Die Planungen befinden sich danach in einem frühen Stadium. Einige der angedeuteten Änderungen – besonders der Fokus auf das Lokale – klingen durchaus bedenkenswert.
Ich war bekanntlich nie ein allzu großer Fan der Online-Aktivitäten von WAZ und Co. unter dem Titel Der Westen. Kurz gesagt war mir der Versuch, die Präsenzen der WAZ-Medien WAZ, NRZ, WR und WP unter einem Dach zu vereinen zu kurz gesprungen: Nicht konsequent genug, an vielen Stellen bis zum Schluss unausgereift, zu wenig lokal.
Ich habe allerdings inzwischen gelernt, dass dies nicht in nur an den Köpfen hinter dem Westen, sondern auch an chronischer Unterfinanzierung und massiven Widerständen in den Reihen der Printkollegen gepaart mit einem eher unglücklichen Zeitpunkt …„Wird der Westen ein Klatschblatt? (Update)” weiterlesen…
Nach zwei kurzweiligen Montagsrunden bei Tapio Liller und vor einem Monat dann bei mir gehen wir heute Abend in die dritte Runde. Gastgeber ist Christian de Vries aus Giegen an der Brenz.
Der ehemalige Redakteur bei der Kreiszeitung in Syke ist einer der wenige Spezialisten für “Online-Dings”, die gleichzeitig ein feines Gespür für das Bodenständige haben. Seine Jobs kreisen um Bürgermeisterwahlen, Feuerwehrspritzen und Rabattkarten. Zudem liegt ihm – wie mir – das Thema “Lokalzeitung der Zukunft” am Herzen. Das zeigt sich etwa in seinem Experiment Stadtblatt Giengen.
Der Abend mit Christian, der zudem Wurzeln im Ostfriesischen hat, dürfte daher nicht nur für Web 2.0er, sondern auch für Medienmacher und Politikinteressierte in und um Varel von einigem Interesse sein.
Gemeinsam mit Christian vor der Kamera sitzen wird der junge @Alex_Mammut. Wir freuen uns über jeden Gast und besonders natürlich über aktive Teilnehmer im Chat.
Also, bis heute Abend im Blog cdv!
(Dieser Beitrag ist ursprünglich im Blog für Varel erschienen. Daher sind die Kommentare hier geschlossen. Wir freuen uns natürlich dort über eventuelle Anmerkungen.)
Der heutige Tatort mit Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm wurde teilweise in der Wehde, Varel, in der Wesermarsch und in Oldenburg abgedreht. Grund genug für das Blog für Varel, den Tatort anzuschauen und live zu kommentieren.